Keywordrecherche mit Hirn

Wieder so ein Marketingwort. Meist steckt aber doch wieder etwas ganz Einfaches dahinter und so ist es auch bei der Keywordrecherche. Das Ergebnis ist nämlich nichts anderes, als eine Liste der Begriffe, die für Deinen Beitrag wichtig ist. Und wie man zu dieser Liste kommt, das erkläre ich in diesem Beitrag.

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Was sind Keywords eigentlich?

Die Übersetzung sagt schon alles Keyword – Schlüsselwort. Also die Begriffe, die sich rund um Dein Thema tummeln und die Dein Text beinhalten sollte.

Warum Keywordrecherche?

Wenn die Keywords klar sind, kann Dein Artikel ruckzuck anhand der Begriffe entstehen. Und wenn er geschrieben ist, besteht berechtigte Hoffnung, dass die Suchmaschine - in der Regel ist es Google - Deine Ergebnisse als gut und wertvoll erachtet. Denn vorher hast Du ja geschaut, welche Worte wirklich benötigt werden. Und genau darum geht es, Du möchtest, dass Dein Artikel in den Suchmaschinen auftaucht und zwar möglichst weit oben.

Gesunder Menschenverstand

Welchen Begriff würde Dein Leser eingeben, wenn er zu Deinem Thema Informationen suchte? Du möchtest über Parmaschinken schreiben? Welche Worte fallen Dir dazu ein? Ich gebe Dir diesen Satz Zeit und bin sicher auch Du kommst automatisch auf folgende Begriffe: Italien, Schinken, Delikatesse, roh, luftgetrocknet..... und noch viele weitere Begriffe mehr. Glückwunsch, der erste Schritt ist gemacht.

Wie viel Technik, wie viel Bauchgefühl?

Hier kommen wir in den Bereich des Orakels. Bei der Auswahl der Begriffe für Deinen Text darfst Du sehr wohl auf Dein Bauchgefühl hören. Es ist nicht alles vorhersehbar. Denn was Du unter Parmaschinken schreiben möchtest, ist unter Umständen etwas völlig anderes, als der Herr oder die Frau Kollege/in. Schreibt der eine von der Aufzucht der Schweine bis hin zum Verkauf des Schinkens, hat der andere vielleicht die Zubereitung und Rezepte rund um den Schinken im Kopf. Beides handelt vom gleichen Schinken, es wird aber ein völlig unterschiedlicher Text herauskommen. Texten ist Kreativarbeit, genau wie Malen. Gib 5 Menschen die gleichen Pinsel, die gleichen Farben und die gleichen Leinwände in die Hand und sag: „malt mir ein Haus“. Klar, dass da Unterschiedliches herauskommt.

Trotzdem können wir uns anschauen, wo uns technische Hilfsmittel für die Keywordrecherche zur Verfügung stehen, damit Google uns mag.

Google Trends

https://trends.google.de/trends

Unter diesem Link findest Du ein spannendes Tool.

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Google Trends zeigt Dir an, wie oft ein Begriff, den Du selber wählen kannst, in der Suchmaschine Google im letzten Jahr gesucht worden ist. Du kannst bis zu 5 Begriffe vergleichen und hast somit eine Ahnung, was Deinen Leser wirklich interessieren kann. Gebe ich Parmaschinken ein, sehe ich, dass der Begriff ab und an gesucht wird. Weiter unten finde ich zudem „Verwandte Themen“. Und siehe da: es dreht sich um Rezepte. Bei Ähnlichen Suchanfragen taucht dann aber auch „Parmaschinken Aldi“ oder „Serrano Schinken“ auf. Und setzt man dann gar die drei Begriffe Serrano-Schinken, San-Daniele-Schinken und Parmaschinken in die Suche, erkennt man, dass der Serrano Schinken sogar noch häufiger gesucht wird.

Wie bei jeder Statistik ist jetzt die Frage: Was fange ich mit der Information an? Ich sehe, dass das Interesse für Parmaschinken deutlich höher ist, als an San-Daniele-Schinken und sich dem Interesse an Serrano-Schinken gerade annähert. Das heißt, das Thema ist hot, ich werde, wenn ich etwas wichtiges beizutragen habe, auch Leser finden. Auch der San-Daniele-Schinken wird eine Leserschaft haben, die zu erwartende Zahl an Lesern wird aber deutlich kleiner sein.

Das heißt, dass es Leser gibt. Aber was erwarten die von Deinem Beitrag?

Google Suggest

Gib doch einfach mal Parmaschinken in die Google Suche ein. HALT, nicht auf Suchen klicken. Während das Wort noch getippt wird, bietet Google Dir schon die Begriffe an, die mit dem Suchbegriff zusammenhängen. Google Suggest ist nicht anderes, als die Auflistung, die Du jetzt vor Dir siehst, aber Google Suggest klingt doch viel besser, oder? Hast Du erst Parma eingegeben, wird etwas zur Stadt kommen, wenn Du weiter tippst, kommen andere Vorschläge, die schon eher nach Schinken schmecken. Hier findest Du Tipps, was andere suchen, die Parmaschinken eingegeben haben. Bei mir kommt folgendes:

Spannend wird es, wenn wir die Begriffe nach dem eigentlichen Begriff erweitern. Mir schwebt vor, etwas über die Tradition zu erfahren, also 'Parmaschinken Tradition'.

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Und bei der Suche nach dem Herkunft oder Herstellung kommt folgendes:

Meistens hat man aber weder Lust noch Zeit, diese Arbeit per Hand zu machen und kann sich somit neue Ideen auch von Ubersuggest holen.

Ubersuggest.io

Das Tool ubersuggest.io ist genial einfach. Suchbegriff eingeben, klicken und auf das Ergebnis warten. Du erhältst eine komplette Liste an Begriffen, die zum Teil nur sehr entfernt mit Deinem Begriff zu tun haben, Dir zum Teil aber tolle Tipps für Deinen Beitrag geben, was Du noch unbedingt berücksichtigen solltest. Dir wird auch angezeigt, wie relevant die Begriffe für die Suchmaschine sind. Der Wert Suchvolumen ist die Zahl der Suchanfragen zum Begriff.. Zudem findest Du noch die Kosten für einen Klick (Cost per Click – CPC) und die Mitbewerberdichte. Hier dreht es sich um Werte, die im Zusammenhang mit der Google Ads Werbung stehen. 

Das Tolle an dem Tool ist, dass Du die Werte herunterladen kannst und Dir die passende Excel-Liste einfach auf dem PC speichern kannst. Mit Datum versehen kannst Du ein Mal im Jahr – oder öfter, je nach Bedarf – vergleichen, welche Worte denn mit Deinem Hauptwort in Zusammenhang gebracht werden. Im Falle von „Parmaschinken“ bekomme ich 6 Seiten, die ich durchforsten muss. Das ist echte Arbeit und geht nicht mal so nebenbei. Die ersten siehst Du hier:

Jetzt hast Du schon einmal Deine Begriffe gesammelt, die für Dich und Dein Thema relevant sind. Jetzt kannst Du mal schauen, was die Konkurrenz so macht.

Google Suchergebnis

Parmaschinken als Suchbegriff alleine reicht jetzt nicht aus, da sollte dann schon mehr hin. Ich entscheide mich für Parmaschinken Herstellung. Das hätten wir prinzipiell natürlich schon zu Beginn machen können, denn ein Autor weiß ja, über was er genau schreibt.

Klar fragen wir Google. Gib den Begriff in Google ein und klick auf Suchen. Jetzt findest Du die Ergebnisse zu Parmaschinken direkt vor Dir.

Nimm Dir die ersten 10 Beiträge zur Hand, die Dein Thema für Dich gut beschreiben. Lies sie aufmerksam durch. Wenn Du über Passagen stolperst, die Du auf keinen Fall auslassen darfst oder die Dich interessieren, dann schreibe dazu einen Begriff auf, dieser darf auch gerne aus zwei oder mehr Worten bestehen.

Sortiere die entstandene Liste, mach Dir eine Struktur daraus. Das ist ein wichtiger Grundstock für den Artikel.

WDF*IDF

Experten geben Dir nun oftmals noch den Tipp an die Hand, sogenannte WDF*IDF-Tools zu befragen. Das macht Sinn, weil Du Dir so anschauen kannst, welche Nebenkeywords sich über diese Abfrage ergeben. Ein gutes, kostenloses Tool ist http://www.wdfidf-tool.com/ . Dafür musst Du eine URL zu einem Artikel eingeben und kannst Dir so anschauen, was die Konkurrenz denn für wichtig erachtet. Meist kommt aber auch viel vor, das nicht wirklich für Dich und Deinen Artikel relevant ist. Da ist dann wieder der gesunde Menschenverstand gefragt.

Jetzt hast Du viele Möglichkeiten ausprobieren können, um Begriffe und Nebenkeywords für Deinen Beitrag zu finden. Wenn Du diese noch gut strukturierst, ist das Schreiben nur noch ein Klacks und sollte Dir leicht von der Hand gehen. Meiner Meinung nach ist die Keywordrecherche unerlässlich, wenn Du mit Deinen Beiträgen für ein bestimmtes Thema ganz oben mitspielen willst. Wer ohnehin eine Nische hat, muss sich vielleicht die Mühe weniger machen. Je größer die Konkurrenz, desto wichtiger die Keywordrecherche.

Kombination aus allem

Nachdem aus so vielen Quellen die Begriffe gefunden wurden, musst Du diese jetzt abgleichen. Jeder Begriff sollte auf Relevanz, Suchwahrscheinlichkeit und Themennähe untersucht werden. Mach Dir dazu eine Excelliste. In die Liste übernimmst Du nun nur die wirklich passenden Begriffe und erhälst so den Grundstock für Deine Texte.

Fazit

Für eine gründliche Keywordrecherche benötigen wir vor allen Dingen eins - Zeit! An zweiter Stelle stehen Tools, Geduld und ein gutes Gefühl für das Thema. Es hilft halt gar nichts, wenn wir uns im Thema überhaupt nicht auskennen und dann aus irgendwelchen Tools Daten extrahieren. Das kann gut gehen, aber auch furchtbar schief.

P.S. Ich bin gespannt, ob ich für Parmaschinken mit diesem Artikel ranke, vermutlich aber nicht, weil es dann doch zu sehr um Keywords geht und zu wenig um etwas Essbares.

P.P.S. Und aus gegebenem Anlass: Wer jetzt so richtig Hunger hat, der findet hier Rezepte rund um das Thema Parmaschinken: https://www.chefkoch.de/rs/s0/parmaschinken+gerichte/Rezepte.htm

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Ich hoffe, dass Dir der Beitrag geholfen hat und Du nun voll motiviert ans Schreiben gehen kannst.

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